Zero Waste - Do It Yourself


DIY Anleitungen und Rezepte

 

Regelmässig organisiert BENE Workshops, an denen du lernen kannst, einiges selber zu machen. Bei den Terminen & Aktivitäten siehst du, welche Workshops bald stattfinden, und hier kannst du dich dafür anmelden!

 

Auf dieser Seite findest praktische Schritt-für-Schritt Anleitungen zu allen Workshops, die wir bereits durchgeführt haben. Somit kannst du selber zuhause Folgendes herstellen:

  • Bienenwachstücher
  • Waschmittel
  • WC-Tabs
  • Gemüsesäckli
  • Gemüsebouillon
  • Insektenhotel

Bienenwachstücher selber herstellen

 

Schnell noch eine Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt, um sie ein paar Stunden später wieder zu verwenden oder das Pausenbrot für ein paar Stunden eingepackt?! Abfall der vermieden werden kann. Mit einem Bienenwachstuch kann Müll vermieden werden. Hier erfährst du, wie du dir selbst ein Bienenwachstuch herstellen kannst:

 

Du brauchst:

  • Dünne Baumwolltücher
  • Bienenwachspastillen
  • Kokos- oder Jojobaöl
  • Backpinsel
  • Zick-Zack Stoffschere
  • Backpapier

 

So geht es: 

Zuerst schneidest du das Baumwolltuch mit der Zick-Zack Stoffschere in die gewünschte Form. Dann streichst du das Tuch dünn mit dem Öl ein. Danach können einige Bienenwachspastillen darauf verteilt werden, eher zu wenig als zu viel, bei zu wenig Wachs kannst du noch mehr drauf tun. Überschüssiges Wachs wieder weg zu bekommen ist schwieriger.

Wenn die Schritte erledigt sind, kannst du das Tuch oder auch mehrere übereinander auf ein Backblech mit Backpapier legen und für ca. 3-5 min bei 90 Grad in den Backofen legen. Rausnehmen, wenn das Wachs geschmolzen und auf allen Stellen gut verteilt ist und kurz in der Luft trockenen lassen.

Fertig ist dein Bienenwachstuch! Jetzt kann alles Mögliche (ausser Fleisch) darin eingepackt oder damit abgedeckt werden und wir sparen Verpackungsmaterial.

Viel Spass beim Ausprobieren! 

 


Waschmittel & WC-Steine

 

Beim Putzen hast du wieder wahnsinnig viel Plastik verwendet und würdest aber eigentlich gerne weniger Plastik verbrauchen? Dann haben wir hier zwei Ideen für dich. 

 

Waschmittel

Du brauchst: 

  • Heisses Wasser                  1 Liter
  • Geriebene Seife                  30 g
  • Ätherisches Öl                    3-5 Tropfen

So geht es:

Alles mischen, eine Nacht stehen lassen und dann pro Waschgang etwa 2-3 Esslöffel benutzen.

 

 

WC-Steine

Du brauchst:

  • Zitronensäure                    200 g
  • Bio-Spülmittel                    1 EL
  • Speisestärke                       2 EL
  • Ätherisches Öl                    je 2-3 Tropfen

So geht es: 

  • Alles mischen (Konsistenz wie feuchter Sand)
  • In kleinen (Silikon/Eiswürfel) Formen füllen
  • 10-20 Sekunden aufwärmen (Mikrowelle), oder länger im Ofen (etwa 100 Grad)
  • Konsistenz kontrollieren, aus den Formen nehmen und Luftdicht lagern

So verwendest du es: 

  • In die WC-Ente stecken
  • Im WC eine Nacht stehen lassen und am nächsten Morgen putzen

 


Gemüsesäckli selber nähen

 

Benutze beim nächsten Einkauf dein selbstgenähtes Gemüsesäckli. Ab jetzt musst du nicht mehr viele Plastiktüten verbrauchen, um deine Vitaminzufuhr zu bekommen. Hier erfährst du, wie du dir dein Gemüsesäckli selber nähst. Auch Obst macht sich darin gut ;)

 

Schritt 1: Den Stoff zuschneiden

Welche Grösse soll dein Beutel haben? Klein oder gross?

Nimm das passende Schnittmuster (A4 oder A3 Blatt) und deinen Stoff.

  • Grosser Beutel (A3): Lege das Schnittmuster auf den Stoff sodass du an der langen Seite das Schnittmuster erweitern kannst. Du musst also die doppelte Grösse vom Schnittmuster nehmen. Markiere die Umrandungen des zweifachen Schnittmusters.
  • Kleiner Beutel (A4): Lege das Papier auf den Stoff und markiere die Umrandung des gesamten Blatts.

Schneide den Stoff an den Markierungen aus, sodass du am Ende ein rechteckiges Stoffteil hast.

 

Schritt 2: Den Saum abstecken

Nimm deinen zugeschnittenen Stoff mit der weniger schönen Seite nach oben und stecke den Saum ab. Dafür nimmst du die längste Seite und legst den Stoff dort um, sodass ca. 2cm übereinanderlegen. Hier soll am Ende eine Schnur durchgezogen werden könne.

 

Schritt 3: Den Saum nähen

Lege den Rand «Füsschenbreit» unter den Nähfuss. Mit der aktuellen Einstellung der Nähmaschine (Stich Nr. 1) kannst du nun den Rand nähen. Achte darauf, nicht zu eng oder zu nah am «Rand» zu nähen, damit die Schnur zum Schluss durch das entstandene Loch passt.

Am Anfang und am Ende vom Rand ist es sinnvoll, die Naht zu vernähen, um sie robuster zu machen. Nähe dafür die ersten und letzten 2 cm des Saums doppelt vor und zurück.

 

Schritt 4: Den Beutel abstecken

Entferne deinen Stoff von der Nähmaschine, damit andere dort weiterarbeiten können.

Lege das Stoffteil nun an der kürzeren Seite in der Mitte übereinander. Bei diesem Schritt ist es wichtig, dass das zukünftige Innere des Stoffes hier das Äussere ist. Du solltest also die Naht vom Saum sehen können. Am Ende drehen wir den Stoff um und haben dann alle Nähte im Inneren versteckt.

Jetzt sollte der Stoff übereinander liegen und an zwei Seiten einen offenen Rand bilden. Diese Ränder werden nun mit Stecknadeln zusammengesteckt.

 

Schritt 5: Den Beutel nähen

Nimm dein Stoffteil und legen es unter die Nähmaschine. Für den Rand benutzen wir einen anderen Stich (Nr. 3), damit die Naht besser hält. Frage bei Unsicherheiten nach, bevor du weiternähst!

Beginne nun an der Ecke ohne Saum damit, die beiden Stoffseiten zusammenzunähen. Achte wieder darauf, am Anfang und am Ende ca. 2 cm doppelt zu nähen, damit die Naht vernäht wird. Wenn du an der Ecke angelangt bist, kannst du den Fuss der Maschine kurz anheben. Dabei sollte die Nadel aber weiterhin im Stoff bleiben. Nun kannst du den Stoff um 90 Grad drehen, den Fuss wieder runternehmen und die zweite Randseite zusammennähen. Stoppe das Nähen unmittelbar vor dem Saum, sonst kann hier keine Schnur durchgefädelt werden.

 

Schritt 6: Die Schnur

Nimm nun eine Schnur (z.B. einen alten Schuhbändel oder eine Kordel) und ziehe sie durch den Saum. Du kannst eine Seite an eine Sicherheitsnadel befestigen, das vereinfacht das Durchfädeln.

 

Schritt 7: Ausdrehen

Vergewissere dich, dass alle überstehenden Stoffseiten und Fäden abgeschnitten sind. Nun kannst du den Stoff nach aussen drehen.

Et voilà – fertig ist dein Gemüsesäckli. Viel Spass damit J

 


How-to: Insektenhotel bauen

 

Anna hat in der Nachhaltigkeitswoche den Workshop zum Bau eines Insektenhotels von BENE besucht und danach diese schöne Anleitung erstellt und auf dem Blog von flaora.ch veröffentlicht. 

 

Hier geht's  zum Blogpost.


Gemüsebouillon selber machen

 

Material:

  • Leistungsfähiger Mixer
  • Schraubgläser mit Deckel/ Einmachgläser
  • Alkohol zum Desinfizieren der Gläser (heiss auswaschen reicht auch 😉)
  • Rüstmesser und Schneidbrett

Zutaten

  • 1 kg Gemüse (zum Beispiel 300 g Karotten, 250 g Tomaten, 150 g Paprika, 50 g Champignons, 100 g Sellerie, 50 g Zwiebel, 100 g Frühlingszwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 2-3 Esslöffel frische Kräuter, z.B. Petersilie, Schnittlauch und Karottenkraut)
  • Salz: Auf ein Kilogramm Gemüse kommen 150-200g Salz, je nach Belieben
  • Optional: 1 EL Olivenöl (Das Öl hilft bei der besseren Aufnahme der Vitamine und Nährstoffe im Gemüse. Wenn die Bouillonpaste allerdings schon ziemlich flüssig ist, kann das Öl auch weggelassen werden.)

Arbeitsschritte:

  1. Alle Geräte und Gläser müssen gut desinfiziert und gereinigt werden – so bleibt die Bouillonpaste länger haltbar.
  2. Das Gemüse gut waschen, alle Schadstellen entfernen und danach grob zerkleinern.
  3. Danach kann das Gemüse in einer Küchenmaschine so lange püriert werden, bis ein feiner Brei entstanden ist.
  4. Nun das Salz und optional das Olivenöl beifügen, bis alles gut vermischt ist.
  5. Die fertige Masse in die Gläser abfüllen und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.
  6. Beim Kochen je nach individueller Salzmenge der Bouillonpaste ungefähr einen TL Paste für ½ Liter Flüssigkeit verwenden – oder die eigenen Geschmacksknospen entscheiden lassen 😉.

En Guete!